Mittwoch, 16. August 2017

Gemütlich auf die Gipfel der Bichlalm

Nach dem Hundeangriff vor zwei Wochen sind zwar die Fäden an einer Bissstelle von Evas Oberschenkel noch nicht gezogen, aber ingesamt ist alles so gut verheilt, dass wir uns einen kleinen, luxuriösen Kurzurlaub in den Bergen zutrauen.

Die Bichlalm auf 1600m, oberhalb von Kitzbühel, bietet dafür ideale Bedingungen, wenn auch für einen stolzen Preis. Selbst die obligatorische Auffahrt mit dem Doppelsessellift kostet €38 extra. Dafür bekommt man ein herrliches Panorama, und nach Liftschluss eine himmlische Ruhe und ziemlich leckeres Essen.


Nach der relativ flotten und staufreien Anfahrt am frühen Sonntagnachmittag sind wir noch die 25 Minuten von der Alm zum Hochetzkogel hochgestiegen. Auf gut gemachten Tafeln wird dort das geniale 270° Panorama erklärt.


Nachdem diese "Testwanderung" recht unproblematisch verlaufen war, sind wir am nächsten Morgen zu einem grösseren Unternehmen aufgebrochen, wo ich mir unter anderem die Grosse Gebra als Ziel gesetzt hatte. Zunächst ging es von der Alm auf einem Höhenweg leicht auf und ab zum Gebrajoch. Von dort bin ich in einer halben Stunde die 280 Höhenmeter atemlos alleine auf die ziemlich aussichtsreiche Gebra gespurtet.


Der Blick nach Norden zeigt die Kette der Wanderziele der Bichlalm, vom Gaisberg zum Brunnerkogel zum Stuckkogel und am Ende zum Kitzbüheler Horn. Dahinter thront der Wilde Kaiser.


Auch der Abstieg von der Gebra verlief zügig und so trafen wir uns bald am Gaisberg wieder. Von dort ging es an schönen Alpenblumen vorbei weiter zum nächsten Gipfel, dem Stuckkogel.



Auch hier liegt die grösste Gefahr der Wanderung auf dem Weg: viele riesige, und frische Kuhfladen. Vielleicht auch deshalb sind unzählige Fliegen in der Luft, die die verdiente Pause am Gipfel doch deutlich beeinträchtigen. Eigentlich sollte man wohl besser diese Gegend vor dem Almauftrieb im Frühjahr besuchen.

Beim Abstieg vom Stuckkogel sehen wir etliche, nicht allzu scheue Murmeltiere.


Der zweite Wandertag verabschiedet sich vom Balkon der Bichlalm mit einem sehr schönen Abendrot, und in der Niko's Lounge mit Cordon-Bleu, Bratkartoffeln und Salat, und einer Flasche Grauburgunder, natürlich alles öko und lokal 😉


Bevor es am letzten Tag wieder mit dem Sessellift ins Tal geht, wandern wir nach Osten zum Karstein. Vorbei an der Lämmerbichlalm zieht der Weg gemütlich auf den 1922m hohen Aussichtsgipfel. Leider stören auch hier unzählige Fliegen und geflügelte Ameisen die Gipfelrast, sodass wir nach einem ganz kleinen Vesper bald den Rückzug zur Alm antreten.


Dort gönnen wir uns einen riesigen und leckeren Kaiserschmarrn bevor es schweisstreibend über den kleinen "Pass" zwischen Stuckkogel und Hochetzkogel zurück zur Bichlalm geht. Mit dem ziemlich trägen Sessellift fahren wir von der angenehm temperierten Höh' hinunter in die Sommerhitze von Kitzbühel-Mauring, und von dort mit dem Cabrio zugig und luftig wieder nach Hause. Schön war's 😊

>> auf Google Photos gibt's alle Bilder der Tour.



Montag, 17. Juli 2017

Wandern für Fortgeschrittene auf die Kohlbergspitze

Sonntag früh um sieben fliegen wir ziemlich zügig durch die kalte, klare Morgenluft nach Bichlbach unterhalb der Kohlbergspitze. Vom Fahrtwind gut gekühlt geht es flott und frisch durch den schönen, lockeren Bergwald steil nach oben, immer mit Blick ins Tal und gegenüber zur Bleispitze und dem Roten Stein, beides auch schöne Skitourenberge.


Unser erstes Ziel ist der Zigerstein, eine kleine Felsnadel am Südgrat der Kohlbergspitze. Eine Kette und ein Drahtseil helfen ängstlichen Naturen über die etwas ausgesetzten und abschüssigen "Kletter"stellen. Dieses "Gipfeli" bietet einen netten Tiefblick Richtung Reutte und hinüber nach Westen in die Lechtaler Alpen, und nach Norden zum Säuling.



Hier treffen wir auf eine etwas rat- und orientierungslose Wandergruppe, deren mutigster Teilnehmer zunächst den Weiterweg auf die Kohlbergspitze antestet, aber dann infolge des doch recht steilen Schrofengeländes abbricht. Motiviert durch unser unbekümmertes Weitersteigen folgen uns dann tatsächlich zwei Wanderer hinauf durch den schottrigen Grashang mit spärlichen Markierungen. Doch schnell verlässt sie der Mut wieder und wir sind alleine in der Südwand.


Abgesehen von den anfänglichen Wegfindungsproblemen gibt es keine technischen Herausforderungen jenseits von UIAA I, und so sind wir pünktlich zum Mittagessen um 12 am riesigen Gipfelkreuz mit dem berühmten 360° Panorama.


Sehr schön ist auch der Blick hinunter zum Plansee, links mit dem Tauern den wir so ziemlich genau vor einem Jahr besucht hatten.


Gesättigt von Cabanossi, Bergkäse und der vielen Aussicht machen wir uns gut gelaunt auf den langen, 1200Hm Abstieg. Zunächst über freies Gelände, dann etwas durch den Latschengürtel, und anschliessend wieder im sonnigen und inzwischen recht warmen Bergwald. Im Osten zeigt sich nochmals schön die Zugspitze, und am Boden das eine oder andere hübsche Pflänzchen.



Bei der Heimfahrt lassen wir uns vom inzwischen warmen Sommerfahrtwind durchlüften, und freuen uns aufs Züricher Geschnetzelte mit Rösti in der heimischen Küche 😊

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Sonntag, 9. Juli 2017

In der Biosauna auf die Rappenspitze

Da der Wetterbericht auch für heute wieder Gewitter für den späteren Nachmittag vorhergesagt hatte, entschieden wir uns für eine kleinere Tour im Karwendel, und für einen fast schon unchristlich frühen Start. Punkt 7 ging's los im offenen Cabrio hinaus in den Sommermorgen. Doch schon am Sylvensteinspeichersee fielen die ersten Tropfen aus den dunklen Wolken am Himmel, und bis zum Wanderparkplatz an der Falzthurnalm bei Pertisau (€4,50 Maut), schüttete es ganz ordentlich. Zum Glück hatten wir keine Regenjacken dabei.

Pertisau am Achensee
Doch nach 10 Minuten wurde aus dem Regen ein Tröpfeln und so stiegen wir bei 110% Luftfeuchtigkeit und gefühlten 30°C ziemlich schweisstreibend steil hoch durch den Bergwald bis zur Dristalm. Vorbei an vielen dekorativen Orchideen, und weniger dekorativen, grossen, stinkenden und frischen Kuhfladen.


An der saftigen Alm sagen wir ein kurzers Hallo zu Heidi und den Rindviechern, und steigen weiter durch nun fladenfreies Gelände hinauf zum Nauderer Kar. Zum Glück legen wir unterhalb des Kars eine kurze Müsliriegelpause ein, denn eine 10 köpfige Gämsenhorde wirft viele Steine vom Kaserjoch auf den Wanderweg, die dort laut krachend einschlagen.

Im Kar zeigt sich zum erstem Mal die Rappenspitze mit ihrer senkrechten Ostflanke, und den schon mittags bedrohlichen Gewitterwolken.


Das Wetter hat zunächst ein Einsehen und so klart es schnell wieder auf, sodass am Gipfel der Blick frei ist zum Falzthurntal und Karwendel im Westen, und zum Achensee und Rofan im Osten.



Nach einer ausführlichen Mittagsrast mit Salami- und Käsbrot geht es flott wieder die 1200 Höhenmeter zurück ins Falzthurntal. Noch vor der Dristalm erwischt uns ein erster Gewitterschauer, der allerdings nach nur einer viertel Stunde und etwas Donnergrollen der Sonne und dem Treibhaus wieder Platz macht. Oberhalb der Alm blühen unterhalb einer Felswand sehr schöne Türkenbund Lilien.


Heidi ist immernoch an der Hütte, und beschäftigt sich inzwischen mit Fliegenklatschen.


Erstaunlicherweise bleibt es regenfrei bis in den Talgrund, wo wir in der Sennhütte Falzthurn mit Radler und Spezi die glühenden Oberschenkel löschen. Mit offenem Dach geht es flott und staufrei zurück nach München, wo erst in Laim ein ordentlicher Schauer dem Cabriovergnügen ein schnelles Ende setzt.


(zu allen Sommer 2017 Fotos)

Montag, 19. Juni 2017

Schafe am Schafreuter

Bei bestem Wetter starten wir spätaufsteherkompatibel nach einem sehr ausführlichen Frühstück ins Karwendel. Überraschenderweise bleibt der Stau sowohl auf der Garmischer Autobahn, als auch in Bad Tölz, aus und so sind wir "schon" gegen 11 Uhr am Wanderparkplatz an der Oswaldhütte, zwischen Vorder- und Hinterriss. Dieser eher unbekannte Anstieg zum Schafreuter durch lockeren Bergwald verspricht Bergeinsamkeit, da er nicht über die bei den Sonntagsausflüglern sehr beliebte Tölzer Hütte führt. Unweit der Moosen-Alm legen wir eine Müsliriegelpause ein, und geniessen das Panorama Richtung Karwendel- und Soiernspitze.


Anschliessend geht es steil durch eine recht hitzige Latschengasse auf den aussichtsreichen Nordwestgrat mit schönen Alpenblumen. Im Norden zeigen sich der Walchen- und der Sylvensteinsee.


Kurz vor dem Gipfel begegnet uns eine Schafherde, die ziemlich müde an den frischen Frühjahrsgräsern kaut, oder einfach nur faul rumliegt, oder die Köpfe zur Schafberatung zusammen steckt.


Der Münchener Modegipfel selbst ist erstaunlicherweise nur von vier Wanderern besetzt, - ob es an der fortgeschrittenen Tageszeit liegt? Hungrig sind wir nun um 14 Uhr auf jeden Fall, und das Speck-Käsbrot mit Tomaten und Möhren schmeckt ganz hervorragend bei der Karwendel- und Rofankulisse.



Doch bald rufen die langen 1300Hm Abstieg. Nochmals vorbei an Schafen und Bergblumen geht es flott bergab, nur unterbrochen von ein paar Fotostopps.



Bei der Heimfahrt lassen wir die Sonne ins Auto scheinen, und ärgern uns bewusst nicht über die längliche, stauvermeidende Überlandfahrt via Starnberg und A96. Es war ein wirklich schöner Tag, auf einem der besten Aussichtsgipfeln der Umgebung 😊

(alle Bilder der Tour gibt es ab hier auf Google Photos)

Samstag, 10. Juni 2017

Beim zweiten Anlauf auf die Scheinbergspitze, 13 Jahre später

Pfingstsamstag und ein gerade noch optimistischer Wetterbericht legen stauanalytisch eine Tour Richtung Westen nahe, und so fahren wir via A96, Schongau und Unterammergau ins Ammergebirge. Kurz vor der Grenze beginnt die Sommerwanderung zur Scheinbergspitze, während die entsprechende Skitour schon kurz nach Linderhof startet. 2004 waren wir hier das letzte Mal am Berg, mit den Skiern, unsere allererste Skitour, die dann kurz unterhalb des Gipfelhangs ihr Ende fand. Das Kind war jung und die Motivation und Kondition eher schwach.


Doch heute sind wir halbwegs in Form und so geht es flott durch den Bergwald nach oben. In den Latschen wird es richtig heiss, aber gleichzeitig eröffnet sich ein sehr schöner Blick nach Süden Richtung Kreuz- und Zugspitze.


Nach etwa zweieinhalb Stunden erreichen wir den Gipfel mit einem sehr schönen Rundblick: im Süden das Wetterstein, im Westen die Lechtaler und Allgäuer, und im Osten das Ammertal Richung Linderhof.


Auch heute ist wenig los, wir sind nur zu viert am Gipfel, mit zwei Jungs aus der Gegend, die von grossen Bergabenteuern träumen. Die für den Nachmittag angesagten Gewitter scheinen sich zu verzögern und so steigen wir ohne Eile die 1000Hm wieder ab zum Auto. In der sommerlichen Hitze duftet der Bergwald nach Süden und Sonne, während der Schnee in den Nordhängen der Kreuzspitze und der Geierköpfe einen netten Kontrast bietet.


Flott und offen geht es mit dem Cabrio heim zu Kaffee und Eisbecher am Nachmittag.

(hier gibt es alle Frühlingsbilder 2017)

Montag, 29. Mai 2017

Das Aufberger Vatertagswanderwochenende

Der Wetterbericht verspricht für das verlängte Wochenende bestes Bergwetter, und auf URLAUBSARCHITEKTUR finden wir mit dem Ansitz im Aufberg eine schöne last-minute Ferienwohnung.


Tag 1

Doch vor dem Vergnügen kommt die Arbeit, und vor der Arbeit der Stau. Viel zu spät starten wir mit unzähligen Vatertagsausflüglern auf die überfüllte A8 Richtung Kufstein, und stellen uns erstmal hinten an. Nach langen drei Stunden erreichen wir unser erstes Wanderziel: der Parkplatz am Ortseingang von St. Ulrich am Pillersee, wo die dreistündige Tour zum Ulrichshorn startet.

Steil zieht der Weg in unzähligen Serpentinen durch den schönen Bergwald hoch, und so erreichen wir bald atemlos das Heimkehrerkreuz.


Von dort geht's steil zunächst auf der Westseite des Grats weiter bevor der Weg nach Ost wechselt, und dann ist für uns in einem grossen und steilen Schneefeld Schluss. Schade, nur 150Hm wären es zum Gipfel gewesen, aber heute geht die Sicherheit vor.


Nach einer kurzen Versperpause bei überraschend kühlem Wetter sind es lange 1200Hm hinunter zum Pillersee. Zwei Stunden später sind wir mit weichen Knien am Moor beim Parkplatz, wo Orchideen und der exotische Fieberklee blühen.


Das Aufberg erreichen wir von Aufhausen (beim Zeller See) über unzählige Kehren einer kleinen Bergstrasse. Die Ferienwohnung ist wirklich sehr schön designed mit interessantem Layout (unter anderem mit offenem Kamin und einer Sauna), wenn auch nicht ganz so hell und aussichtsreich wie die Fotos der Website suggerieren. Zum Abendessen im Orglers in Kaprun müssen wir die Kurven wieder runter, und dann nach dem guten und reichhaltigen Essen wieder hoch. Das ist der Preis für die wunderschöne, ruhige Lage am "Ende der Welt".

Tag 2

Am Morgen bringt uns die Vermieterin Berta neben der Rechnung auch Kuchen und frische Semmeln, sodass wir gut gestärkt zur Wanderung auf den Hochkogel bei Niedernsill starten. Zum Glück fahren wir mit dem Auto so hoch wie möglich, sodass uns nur 1000Hm bis zum Gipfel bleiben.


Der Weg kürzt die Forststrasse schön ab und verläuft immer nett im Wald hoch bis zur Hochsonnberghütte. Hier sehen wir zum ersten Mal unseren Berg in seiner ganzen Schönheit, über den rechten Grat führt der Wanderweg.


Sehr steil ist das letzte Stück zum Gipfel, und auch hier droht wegen eines grossen Schneefelds das vorzeitige Aus, doch wir können uns knapp daran vorbei mogeln, und erreichen so den wunderbaren 360° Aussichtsgipfel genau zur Mittagspause.



Im Norden grüssen Wilder Kaiser, die Leoganger und Berchtesgadener, im Süden die Tauern vom Grossglockner bis zum Grossvenediger. Lange geniessen wir das Panorama, und gut ausgeruht trennt uns nur der kleine "Hillary Step" vom langen Weg ins Tal.


Am Abend fahren wir nach Zell am See zum üppigen Pizza-Essen beim Guiseppe. So gesättigt leuchtet das Alpenglühen umso romantischer über dem See.



Tag 3 

Am Samstag fahren wir eine Stunde ins abgelegene Bad Fusch zur Wanderung auf den Kühkarlkopf. Steil verläuft der Weg duch den schönen Bergwald, der ab und zu den Blick auf die Grossglocknerberge freigibt.


Nach der Mittagsrast am Kreuzköpfl wandern wir über den Grat einsam weiter zum Kühkarlkopf. Trotz des herrlichen Wetters sind wir weitgehend alleine unterwegs, wie die letzten Tage auch schon. Unschwierig und kaum mit Schneekontakt erreichen wir den Gipfel, heute sind wir wesentlich näher am Grossglockner als gestern, und im Osten zeigt sich schön der Dachstein.



Auf unserer Karte ist ein kleiner Pfad eingezeichnet, der direkt vom Gipfel nach Norden hinunter ins Tal führen soll. So wagen wir das Experiment und steigen zunächst pfadlos (!) ab. Offensichtlich wählen nicht viele Bergsteiger diesen Weg, - eine schöne Kreuzotter schlängelt sich erschreckt davon.


An der Baumgrenze erreichen wir einen Jägerstand und folgen dann einer zugewachsenen, schwer erkennbaren Pfadspur durch den Wald nach unten. Zum Glück hilft das GPS einigermassen auf dem angeblichen (outdooractive) Wanderweg zu bleiben. Irgendwann erreichen wir glücklich die Forststrasse, und von dort sind es nur ein paar hundert Meter bis wir wieder zurück auf dem bekannten Anstiegsweg sind.


Zurück am Auto entscheiden wir uns für ein frühes Abendessen und fahren nach Kaprun in den Auhof mit der schönen Terrasse, und ordentlichem "Wiener" Schnitzel und Rindfleischburger. So sind wir schon am frühen Abend "daheim" im Aufberg, wo Sekt, Sauna und Holzfeuer für einen wunderbaren, gemütlichen Abend sorgen.

Tag 4

Für den letzten Tag entscheiden wir uns für eine kleinere Tour mit schöner Einkehrmöglichkeit: von Pürzelbach auf den Hochkranz. Nach einem ziemlich gemütlichen Frühstück in der schönen Wohnung sind wir in einer Stunde am Wanderparkplatz, der schon von mindestens hundert Sonntagsausflüglerautos gut besetzt ist.Über schönes Almgelände mit vielen Blumen geht es hoch bis zum Grat am Kühkranz.


Dort sind wir fast alleine. Wir schauen in einem kleinen Tümpel nach Alpenmolchen und finden tatsächlich einen am Grund, und dazu noch eine recht lebhafte Ringelnatter.



Weiter geht es am Grat und dank der schlechten Beschreibung auf outdooractive folgen wir diesem schnurstracks in die Felsen. Es wird zunehmend steiler, und weglos ist es sowieso, und links und rechts wird es luftiger.


Irgendwann entscheiden wir, dass dies wohl nicht der richtige Weg ist, und kehren um. Im Nordosten zeigen sich sehr schön der Watzmann und das Steinerne Meer.


Wieder zurück am Sattel folgen wir nun einem einfacheren, mit Stahlseilen gesicherten Weg, der über die Südwand und steile, unglaublich heisse Latschenhänge anstrengend aber unproblematisch zum Gipfel führt. Ganz alleine sind wir hier oben beim Panorama-Gucken, die meisten Ausflügler hatten schon weiter unten den Einkehrschwung zur Kallbrunnalm vorgezogen.


Relativ flott steigen wir nach einem kleinen Gipfelvesper zur Alm ab und löschen den Durst mit einer Radlermass, und angesichts der vorraussichtlich länglichen Heimfahrt geniessen wir noch Kässpatzen und Tafelspitz. Eine Stunde später sind wir wieder zurück am Auto, das inzwischen ziemlich verlassen auf den Parkplatz steht.


Wie erwartet gestaltet sich die Heimfahrt ziemlich stau-geplagt, auf der A8 steht alles, und so kurven wir nördlich des Chiemsees übers Land Richtung zuhause, wo wir dann gegen acht Uhr abends endlich ankommen.

Vier Tage, vier Gipfel, zumeist recht einsam, und eine wunderschöne Unterkunft, was will mann denn mehr zum Vatertag? 😄

(zu den Fotos)